Montafoner Tracht - ein einzigartiges Stück Heimat
Montafoner Tracht - ein einzigartiges Stück Heimat

Montafon & Kultur

Ein Naturjuwel mit einzigartigem Brauchtum

Genau kann man nicht sagen, wann diese eigene Kulturlandschaft entstanden ist. Das Wechselspiel von Wiesen und Wäldern bis in die Höhenlagen. Die besondere Bauweise der Häuser oder Maisäß existiert so nur im Montafon. Auch die Montafoner Tische oder die Tracht sind Beispiele einer besonderen Liebe zum Handwerk. Durch den Fleiß der Menschen und die Liebe zu ihrem Tal wurde das Montafon mit seinem Tourismus-Angebot ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Montafon, Vorarlberg - Fotografie Manfred Schlatter

„Von der Hemat auf’s Maisäß und dann auf die Alp und im Herbst wieder zurück“

Original-erhaltene Maisäße sind ein ganz zentraler Bestandteil der einmaligen Montafoner Kulturlandschaft und unbedingt erhaltenswert. Sie finden sich z.B. noch an folgenden Orten:

  • Gaschurn: Tafamunt, Ganeu, Valschaviel
  • St. Gallenkirch: Montiel, Netza, Gweil, Röbi
  • Tschagguns/Gauertal: Plazadels, Wachters Dieja
  • Tschagguns: Bitschweil
  • Bartholomäberg: Küngs Maisäß

Die Maisäß-Landschaft trägt ganz besonders zur regionalen Kulturlandschaft bei. „D’s Maisäß go“ bedeutete früher, dass Teile der Familie im Frühjahr mit dem Vieh auf die mittleren Lagen zogen – bevor das Vieh im Sommer weiter auf die Hochalpen gebracht wurde. Sie liegen in der Regel auf einer Höhe zwischen 1.400 m und 1.600 m. Sie umfassten meist nur einen kleinen Wiesengrund, ein kleines Haus mit Stube, Küche und Kammer im Erdgeschoss und nur manchmal noch ein Obergeschoss. Der Stall (Heubargen „Barga“ und Viehunterstände „Scherma“) – häufig größer als das Wohnhaus – gehört genauso zu einem Maisäß-Ensemble wie der Holderbusch und ein Brunnen.

Quelle: „Of Weg im Muntafu, Reise- und Kulturlandschaftsführer Montafon“ von Patrick Rösler, Fotos von Manfred Schlatter, 2015. Informationen unter www.ofwegimmuntafu.at

Montafoner Trachten

Vier Jahre warten. Heute, wo alles schnell und sofort sein muss, sind 4 Jahre eine lange Zeit. So lange dauert es von der Bestellung bis zum Abholen. Von Zeit zu Zeit gibt es eine Anprobe, sieht man die Fortschritte. Abkürzung gibt es keine. Warten müssen sie alle – auf die eigene Tracht. „Mine Tracht“. Keine Stangenware sondern 1.000 Stunden Handarbeit. Sticken des „Brosttuach“ und der „Schoschbänder“. Jede Naht mit der Hand. Keine gleicht der anderen, denn die Details sehen immer anders aus.

Eine eigene Tracht leistet man sich einmal im Leben. Oft wird das Gewand auch vererbt oder alte Trachten der neuen Besitzerin angepasst. Martina, unsere Rezeptionistin konnte noch Teile der alten Tracht von der Großmutter retten und umnähen lassen. Die alten Stoffe und Stickereien halten gut mehrere Frauenleben aus, mit allem was dazugehört. Kaum eine andere Tracht hat vier verschiedene Kopfbedeckungen. Das Mädchen darf das „Schäppel“, ein filigranes Kunstwerk aus silbernen Fäden und Perlen, bis zu seiner Hochzeit tragen. Danach tragen die verheirateten Frauen den Sanderhut im Sommer und die „Pelzkappa“ eine Fellmütze aus Otterfell im Winter. Das rote Band versteckt genäht am unteren Rand der „jupe“ sagt aus, dass die Frau verheiratet ist oder ( grün) noch zu haben ist.

Oft wird das Gewand auch vererbt oder alte Trachten der neuen Besitzerin angepasst. Martina, unsere Rezeptionistin konnte noch Teile der alten Tracht von der Großmutter retten und umnähen lassen.

 

Kaum eine andere Tracht hat vier verschiedene Kopfbedeckungen. Das Mädchen darf das „Schäppel“, ein filigranes Kunstwerk aus silbernen Fäden und Perlen, bis zu seiner Hochzeit tragen. Danach tragen die verheirateten Frauen den „Sanderhut“ im Sommer und die „Pelzkappa“, eine Fellmütze aus Otterfell, im Winter. Das rote Band, versteckt genäht am unteren Rand der „jupe“, sagt aus, dass die Frau verheiratet oder (grün) noch zu haben ist.

Eindrücke ansehenKleiderordnung à la Montafon

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